Die 10 Schönsten Karibik-Inseln: Geheime Paradiese Abseits der Touristenpfade
Antigua und Barbuda

Die Inseln Antigua und Barbuda sind wahre Perlen unter den karibischen Inseln. Mit ihrer Küstenlinie von knapp 90 Kilometern beherbergen sie erstaunliche 365 Strände – einen für jeden Tag des Jahres. Dennoch gibt es abseits der Touristenpfade versteckte Paradiese, die selbst bei mehreren Kreuzfahrtschiffen im Hafen nicht überlaufen sind.
An der Nordwestküste befinden sich die bekannteren Strände wie Dickenson Bay und Runaway Bay, gesäumt von großen Resorts und belebt durch Touristen. Fort James und Deep Bay hingegen sind bei Einheimischen besonders beliebt und bieten authentisches karibisches Flair. Wer es etwas ruhiger mag, sollte die Strände im hügeligen Südwesten erkunden. Hier findet ihr Ffryes Bay, Darkwood Beach und Johnson's Point – alle zeichnen sich durch eine entspannte Atmosphäre aus.
Darkwood Beach, an der südwestlichen Seite Antiguas, ist ein besonderer Karibik Geheimtipp. Der vulkanisch geprägte Strand wird von üppigen Wäldern eingerahmt und bildet einen perfekten Kontrast zwischen weißem Sand und azurblauem Wasser. Hier gibt es keine aufdringlichen Händler, dafür eine gemütliche Beach Bar mit hervorragendem Essen und Getränken.
Für absolute Abgeschiedenheit sorgen Rendezvous Bay und Doigs Beach an der Südküste. Sie sind schwer zugänglich – oft nur zu Fuß oder per Boot erreichbar – und belohnen mit einzigartiger Ruhe[3].
Die Ostküste Antiguas überzeugt durch unberührte Natur und preisgekrönte Strände:
- Half Moon Bay: In einem Naturschutzgebiet gelegen und mehrfach als einer der schönsten Strände weltweit ausgezeichnet[3]
- Long Bay: Ideal für Familien dank des schützenden Riffs
- Devil's Bridge: Ein spektakulärer Steinbogen, geformt durch die Kraft des Atlantiks, mit zahlreichen Blowholes und hochspritzender Gischt[3]
Die Schwesterinsel Barbuda, etwa 40 Kilometer nördlich von Antigua, ist der ultimative Geheimtipp der Karibik[3]. Trotz schwerer Schäden durch den Hurrikan Irma 2017, der fast 90% der Gebäude zerstörte, erholt sich die Insel langsam. Jeder Tourismusdollar trägt zur weiteren Erholung bei.
Barbudas acht Kilometer langer Pink Sand Beach (auch Princess Diana Beach genannt) schimmert durch winzige rosafarbene Muschelschalen. Die geschützten Küstenabschnitte bieten ideale Bedingungen zum Tauchen, Schnorcheln, Angeln und für Vogelbeobachtungen[14]. In der Codrington-Lagune befindet sich die größte Fregattvogel-Kolonie der Karibik.
Für Naturliebhaber ist das Wallings Nature Reserve ein Muss. Als erster von der Gemeinde verwalteter Nationalpark Antigua und Barbudas (seit 2018) umfasst es 268 Hektar erkundbare Fläche mit Wanderwegen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Von Signal Hill aus genießt ihr an klaren Tagen Panoramablicke bis zu den Inseln Redonda, Montserrat und Guadeloupe.
Ein weiteres Highlight ist Great Bird Island, etwa drei Kilometer vor der nordöstlichen Küste Antiguas gelegen. Die unbewohnte Insel im größten Meeresreservat Antiguas lockt mit weißen Sandstränden, farbenprächtigen Korallenriffen und der seltenen Antigua-Schlanknatter – einer der seltensten Schlangenarten der Welt.
Antigua und Barbuda bieten einzigartiges Inselerlebnis mit Robinson-Crusoe-Feeling, wobei Barbuda mit seiner Ruhe und Abgeschiedenheit einen wunderbaren Kontrast zum lebendigeren Antigua bildet[3]. Die beste Reisezeit liegt zwischen Dezember und Mai mit angenehmen Temperaturen um 28 Grad und wenig Regen.
Bahamas

Mit über 700 verstreuten Inseln und Inselchen bieten die Bahamas ein wahres Paradies für Entdecker und Reisende, die das karibische Inselleben in seiner ganzen Vielfalt erleben möchten. Obwohl nur etwa 30 dieser Inseln tatsächlich bewohnt sind, hat jede einzelne ihren ganz eigenen Charme und Charakter.
Nassau, die pulsierende Hauptstadt auf New Providence, dient als idealer Ausgangspunkt für jedes Bahamas-Abenteuer. Von hier aus können Reisende zu den verträumten äußeren Inseln aufbrechen, die als "Out Islands" bekannt sind und abseits der üblichen Touristenpfade liegen. Für alle, die authentisches Inselleben suchen, ist ein Inselhopping zwischen diesen Perlen unerlässlich, denn es bietet die perfekte Möglichkeit, die unglaubliche Vielfalt dieses Archipels hautnah zu erleben.
Die Exumas – eine Kette aus 365 Inseln – beeindrucken mit atemberaubenden Sandbänken und kristallklarem Wasser. Hier findet sich eines der beliebtesten Fotomotive der Karibik: die berühmten schwimmenden Schweine auf Big Major Cay. Diese freundlichen Tiere schwimmen den Booten der Besucher entgegen und lassen sich im türkisfarbenen Wasser füttern und fotografieren.
Auf Eleuthera erwarten Besucher die berühmten rosa Sandstrände, die durch zermahlene Korallen und Muschelschalen ihre zarte Färbung erhalten. Die schmale, langgestreckte Insel bietet an ihren beiden Küsten völlig unterschiedliche Landschaften: Die wilde Ostküste ist dem offenen Atlantik ausgesetzt, während die ruhigere Westküste mit weißen Puderzuckerstränden und seichtem türkisfarbenem Wasser dem typischen Bahamas-Klischee entspricht.
Die Abacos sind besonders bei Seglern beliebt und bekannt für ihre unberührte Natur, schnuckelige Dörfer und entspannte Atmosphäre. Hier können Besucher das rot-weiß gestreifte Elbow Reef Lighthouse besichtigen – einen der letzten funktionierenden Kerosin-Leuchttürme der Welt.
Naturliebhaber sollten unbedingt Andros besuchen, die größte, jedoch kaum touristisch erschlossene Insel der Bahamas. Sie beherbergt das drittgrößte Korallenriff der Welt, das facettenreiche Andros Barrier Reef, und den eindrucksvollen Blue Holes National Park mit 150 tiefblauen Sinklöchern.
Auf Long Island finden Reisende Dean's Blue Hole, eines der tiefsten blauen Löcher der Welt und ein spektakulärer Freediving-Spot. Mit einer Länge von 130 und einer maximalen Breite von nur sechs Kilometern macht die Insel ihrem Namen alle Ehre und bleibt mit nur 10.000 Besuchern pro Jahr ein echter Geheimtipp der Karibik.
Die schönsten Strände der Bahamas sind definitiv einen Besuch wert:
- Der Pink Sands Beach auf Harbour Island mit seinem zart rosafarbenen Sand
- Der Cable Beach auf New Providence mit seinem langen Streifen aus weißem Sand, idealen Bedingungen für Wassersport und erstklassigen Resorts
- Der Treasure Cay Beach auf Abaco mit seinem weißen Puderzuckersand und ruhigem, kristallklarem Wasser
Für einen Luxusurlaub bieten die Bahamas exklusive Resorts wie das Ocean Club Resort auf Paradise Island oder das Rosewood Baha Mar auf Nassau. Wer es ursprünglicher mag, findet auf den abgelegenen Out Islands unberührte Strände, versteckte Höhlen und ein authentisches karibisches Lebensgefühl.
Die Bahamas sind zweifellos eines der schönsten Reiseziele der Karibik – ein Archipel, in dem jede Insel eine neue Geschichte erzählt und jeder Strand ein unvergleichliches Erlebnis verspricht.
Barbados

Barbados lockt seine Besucher mit einer beeindruckenden Vielseitigkeit, die auf keiner anderen karibischen Insel in dieser Form zu finden ist. Mit über 70 Meilen sonnenverwöhnter, von Palmen gesäumter Strände, kristallklarem Wasser und mehr als 3000 Sonnenstunden pro Jahr bietet die Insel optimale Bedingungen für einen unvergesslichen Urlaub.
Besonders faszinierend ist die Vielfalt der Küstenlandschaften. An der Westküste, oft als „Platinküste" bezeichnet, finden Reisende ruhige Gewässer und puderweiße Strände, die durch vorgelagerte Riffe vor Wellengang geschützt sind – ideal für entspanntes Baden und Schnorcheln. Währenddessen präsentiert sich die Ostküste wild und ursprünglich mit beeindruckenden Korallenskulpturen, die von den Passatwinden des Atlantiks geformt wurden. Diese Region gilt seit langem als eines der besten Surfgebiete weltweit.
Der Süden vereint das Beste beider Welten: makellose Sandstrände und riffgeschützte Gewässer bilden die perfekte Kulisse zum Schnorcheln oder Schwimmen. Der Accra Beach an der Südküste besticht durch seinen einzigartigen, rosafarbenen Sand, der über Jahrhunderte aus zermahlenen roten Korallen entstanden ist.
Für wahre Karibik-Geheimtipps sollte man jedoch die weniger frequentierten Strände erkunden:
- Bottom Bay in St. Philip: Ein wohlgehütetes Geheimnis abseits der ausgetretenen Pfade, geschätzt für seine Ruhe und Abgeschiedenheit
- Bathsheba Beach an der Ostküste: Mit goldfarbenem Sand und ungewöhnlichen Korallenfelsformationen ein einzigartiges Naturschauspiel
- Darkwood Beach: Ein vulkanisch geprägter Strand, eingerahmt von üppiger Vegetation und mit perfektem Kontrast zwischen weißem Sand und azurblauem Wasser
Der Crane Beach in der Pfarrei St. Philip gilt beständig als einer der zehn schönsten Strände der Welt – ein absolutes Highlight für jeden Barbados-Besucher. Bemerkenswert ist zudem, dass alle Strände auf Barbados öffentlich zugänglich sind, private Strandabschnitte sind gesetzlich verboten.
Abseits der Touristenpfade offenbart Barbados noch mehr verborgene Schätze. Naturliebhaber sollten das Barbados Wildlife Reserve besuchen, wo Tiere frei im naturbelassenen Mahagoniwald leben. Die Animal Flower Cave im Norden der Insel bietet ein außergewöhnliches Erlebnis: Hier kann man in einem natürlichen Felsenpool schwimmen und durch die Meeresöffnung den Blick aufs Meer genießen.
Für Abenteuerlustige gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Insel abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden. OffRoad Fury Barbados führt durch Zuckerrohr- und Ölfelder, während die Island Safari mit 4x4-Fahrzeugen zu exklusiven Waldgebieten und atemberaubenden Aussichtspunkten fährt. Alternativ bieten Ocean Echo Stables und Jahworks Equestrian Center Ausritte entlang der zerklüfteten Küste und durch die sanften Hügel – ein einzigartiger Blick auf die natürliche Schönheit der Insel.
Nicht zuletzt begeistert Barbados mit seiner authentischen Küche. Das Nationalgericht Cou Cou und Flying Fish sollte kein Besucher verpassen. Für ein echtes Bajan-Erlebnis empfiehlt sich außerdem ein Besuch in Oistins, einem kleinen Fischerdorf, das sich jeden Freitagabend in ein lebhaftes Open-Air-Grillfest verwandelt.
Mit seiner perfekten Mischung aus traumhaften Stränden, unberührter Natur und lebendiger Kultur ist Barbados zweifellos eine der schönsten Karibikinseln – ein Paradies für alle, die authentisches karibisches Lebensgefühl mit Charakter erleben möchten.
Costa Rica

Costa Rica begeistert als Naturparadies an der Karibikküste mit einer erstaunlichen Biodiversität. Obwohl das Land nur 0,03% der Erdoberfläche ausmacht, beherbergt es etwa 5% der weltweiten Artenvielfalt. Diese biologische Schatzkammer ist durch mehr als 25% geschütztes Territorium in Form von Nationalparks und Wildtierreservaten gesichert.
Die Karibikküste Costa Ricas unterscheidet sich deutlich von der Pazifikseite. Während an der Pazifikküste oft nordamerikanische Touristen in All-inclusive-Resorts anzutreffen sind, prägt die karibische Küste ein authentisches Flair mit afro-karibischen Einflüssen. Hier findet man keine Hochhäuser oder internationale Hotelketten, sondern charmante Bungalows im üppigen Dschungel, umgeben von Palmen und türkisfarbenem Wasser.
Der Cahuita Nationalpark gilt als eines der Highlights an der Karibikküste und ist bekannt für seine außergewöhnliche Tierwelt. Besonders Faultiere sind hier häufiger zu sichten als an der Pazifikküste. Das größte Korallenriff Costa Ricas umgibt den Park und lädt zum Schnorcheln ein. Der Eintritt ist kostenfrei – es wird lediglich um eine freiwillige Spende gebeten.
Für echte Karibik Geheimtipps empfiehlt sich ein Besuch in:
- Puerto Viejo: Als Haupttourismuszentrum der Karibikküste behält es dennoch seinen rohen Charme und das entspannte karibische Flair. Von hier lassen sich umliegende Strände bequem mit dem Fahrrad erkunden.
- Punta Uva: Von vielen als einer der schönsten Strände Costa Ricas angesehen. Palmen wachsen hier fast bis ins Wasser hinein.
- Playa Arrecife: Ein verstecktes Juwel in Puerto Viejo, das sich wie "das Meer in einem Swimmingpool" anfühlt.
Die beste Reisezeit für die Karibikküste sind die Monate September und Oktober sowie Februar bis Mai. Anders als an der Pazifikküste kann es an der Karibikseite das ganze Jahr über regnen, dafür bleibt der Dschungel stets saftig grün. Die Temperaturen liegen angenehm bei etwa 31 Grad Celsius.
Die südliche Karibikregion bietet zudem ein einzigartiges Naturerlebnis im Gandoca-Manzanillo Naturschutzgebiet. Hier finden Besucher abgelegene Küsten, Buchten und ein weiteres Korallenriff eingebettet in dichten Regenwald.
Im Norden lockt Tortuguero, oft als "kleiner Amazonas" bezeichnet. Dieses abgelegene Dorf ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar und besonders bekannt für seine Schildkröten, die hier ihre Eier ablegen. Die grüne Meeresschildkröte nistet hier von Juli bis Oktober, während die Lederschildkröte von März bis Juni anzutreffen ist.
Costa Rica ist zwar kein Inselstaat wie viele andere karibische Inseln, doch seine Ostküste bietet mit ihrer Mischung aus unberührter Natur, kultureller Vielfalt und versteckten Stränden ein authentisches Karibik-Erlebnis abseits der üblichen Touristenpfade.
Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik überrascht mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. Während viele Besucher ausschließlich die All-Inclusive-Resorts in Punta Cana kennen, entdecken wahre Abenteurer erst abseits dieser Pfade das authentische Herz der Insel mit seinen verborgenen Schätzen.
Wer die überteuerten Taxis am Flughafen hinter sich lässt und stattdessen mit den lokalen Guaguas (klapprigen Kleinbussen ohne Schiebetür) oder Motos (Motorrad-Taxis) reist, taucht unmittelbar in die dominikanische Lebensrealität ein. Diese Transportmittel unterscheiden sich grundlegend von allem, was man aus Deutschland kennt, bieten allerdings einen kostengünstigen und flexiblen Weg, die Insel zu erkunden.
Statt überfüllter Touristenstrände warten nur einen kurzen Fußmarsch oder eine Moto-Fahrt entfernt wahre Bilderbuch-Strände mit glasklarem Wasser, weißem Sand und den obligatorisch schiefen Palmen. Zu diesen Geheimtipps zählen:
- Playa Coson nahe Las Terrenas mit dem urigen Luis' Fisch Restaurant in einer einfachen Holzhütte direkt am Strand
- Bahía de las Águilas im Jaragua Nationalpark – ein unberührter Strand ohne Hotels oder Restaurants, wo Karettschildkröten nisten
- Die Dünen von Baní – eine surreale Wüstenlandschaft mitten im karibischen Paradies, ein wahrlich unerwarteter Anblick
Im Landesinneren überrascht die Dominikanische Republik mit dem höchsten Berg der Karibik: Der Pico Duarte erhebt sich auf beeindruckende 3.097 Meter und lockt jährlich nur etwa 3.000 Abenteurer an – im Durchschnitt lediglich zehn Kletterer pro Tag.
Authentisches Essen genießt man in einfachen "comedores" – kleinen Lokalen mit Holzstühlen ohne Speisekarte, dafür mit köstlichen lokalen Spezialitäten. Für Feinschmecker bieten sich zudem Besuche auf Kakaofarmen wie dem "Sendero del Cacao" an, wo man die Entstehung feiner Schokolade hautnah miterleben kann.
Ein Kontrastprogramm zum Strandurlaub bietet die Hauptstadt Santo Domingo, deren Zona Colonial als ältester von Europäern gegründeter Siedlungspunkt Amerikas gilt. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt beeindruckende Bauwerke wie die Festung Ozama und das älteste erhaltene Kloster Amerikas.
Naturliebhaber werden von den Cenoten, natürlichen Süßwasser-Pools mit tiefblauem Wasser, begeistert sein. Besonders beeindruckend ist der Park Laguna Dudú mit einer Tiefe von 22 Metern und üppiger Vegetation.
Dennoch sollten Besucher die gesellschaftlichen Realitäten nicht übersehen: Laut CIA World Factbook leben mehr als 40 Prozent der Dominikaner unterhalb der Armutsgrenze. Abseits der luxuriösen Resorts begegnet man dem echten dominikanischen Leben – und genau dies macht die Insel zu einem der faszinierendsten Geheimtipps der Karibik.
Der wichtigste Rat für alle, die das wahre Gesicht dieser karibischen Insel entdecken möchten, ist einfach: Sich Zeit nehmen. Nur wer langsam reist, entdeckt die verborgenen Paradiese abseits der Touristenpfade.
Jamaika

Jenseits der üblichen Urlaubspfade verzaubert Jamaika mit sattgrünen Wäldern, türkisfarbenem Meer und beeindruckenden Naturschauspielen, die diese karibische Insel zu einem der abwechslungsreichsten Länder der Welt machen. Bei einem Roadtrip über die Insel entdecken Reisende immer wieder versteckte Strände, zauberhafte Gärten und können sich von der authentischen Schönheit Jamaikas überraschen lassen.
Die Blue Mountains, mit ihrem höchsten Gipfel von 2.256 Metern, bieten ein besonderes Naturerlebnis für Wanderbegeisterte. Bei klarem Himmel reicht der Blick sogar bis nach Kuba. In dieser Region wächst zudem eine der teuersten Kaffeesorten der Welt, die jeden Gaumen verwöhnt.
Für wahre Karibik-Geheimtipps lohnt sich ein Besuch folgender Orte:
- Treasure Beach an der Südküste: Statt großer Resorts finden Besucher hier kleine Gästehäuser, bunte Fischerboote und freundliche Einheimische – ideal für ausgedehnte Spaziergänge und authentisches Inselleben
- Boston Bay: Nicht nur ein Hotspot für Surfer, sondern auch der Geburtsort des berühmten Jerk. Nach einer Runde im türkisblauen Wasser kann man hier das beste Jerk Pork der Insel probieren
- Little Bay: Nur wenige Kilometer von Negril entfernt, aber touristisch kaum bekannt, bietet dieses kleine Dorf mit einfachen Gästehäusern und einem wunderschönen, abgeschiedenen Strand ideale Bedingungen für Ruhesuchende
Naturliebhaber sollten unbedingt den Blue and John Crow Mountains National Park besuchen – ein UNESCO-Welterbe mit üppig grün bewachsenen Bergketten und Urwäldern voller Lianen und Riesenfarne. Ungefähr 30 verschiedene Wanderrouten führen durch diesen Park, in dem jährlich 120 Vogelarten überwintern.
Ein weiteres Highlight ist das Cockpit Country – eine unberührte Karstlandschaft voller spitzer Hügel, zahlreicher Höhlen und undurchdringlichem Gesträuch. Die Region beherbergt 13 endemische Froscharten und 71 endemische Pflanzen, was sie zum karibischen Rekordmeister in Sachen Artenvielfalt macht.
Außerdem bietet Jamaika spektakuläre Wassererlebnisse: Der Rio Grande eignet sich perfekt für eine entspannte Fahrt auf Bambusflößen durch den Tropenwald. Die Luminous Lagoon hingegen verzaubert nachts mit einem faszinierenden Naturphänomen – Millionen von Mikroorganismen erzeugen bei jeder Bewegung im Wasser ein fluoreszierendes Licht.
Trotz seiner Schönheit sollten Reisende einige Besonderheiten beachten: Jamaika hat eine der homophobsten Gesellschaften der Karibik, und obwohl die Insel während der Hurrikansaison von Juni bis November anfällig für Stürme ist, bleibt sie ein lohnendes Reiseziel, wenn man entsprechende Vorsichtsmaßnahmen trifft.
Wer das wahre Jamaika entdecken möchte, sollte die All-inclusive-Resorts verlassen und eintauchen in die Welt von Reggae-Rhythmen, exotischen Aromen und einer Gelassenheit, die das Leben auf dieser schönsten Karibikinsel so einzigartig macht.
Kanada

Obwohl Kanada nicht direkt zu den karibischen Inseln zählt, bietet es mit seinen versteckten Küstenschätzen eine überraschende Alternative für Reisende, die das typische Karibik-Feeling mit nordamerikanischer Wildnis verbinden möchten. Besonders die wenig bekannte Quadra Island an der Westküste British Columbias verdient besondere Aufmerksamkeit.
Diese naturbelassene Insel liegt zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland im Pazifischen Ozean. Mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 35 Kilometern und einer West-Ost-Breite zwischen 2 und 15 Kilometern bietet Quadra Island ein kompaktes, aber vielseitiges Urlaubsziel. Die Insel ist ausschließlich per Fähre erreichbar, wobei die Hauptverbindung zwischen Quathiaski Cove und Campbell River auf Vancouver Island nur etwa 10 Minuten dauert.
Naturliebhaber werden vom kristallklaren Wasser und der unberührten Umgebung begeistert sein. Die abendliche Kajaktour zu den kleinen Felseninseln mit einer Seelöwenkolonie gehört zu den absoluten Highlights. Der Blick ins Wasser offenbart eine faszinierende Unterwasserwelt mit rosa Seesternen, flinken Krabben und sogar Seeigeln. Die Küstenlinie bietet zudem spektakuläre Ausblicke, die an die schönsten Karibikinseln erinnern.
Quadra Island beeindruckt außerdem mit einer reichen indigenen Geschichte. Bereits 1792 landete George Vancouver hier und traf auf die Küsten-Salish, eine Gruppe der First Nations. Später übernahmen die We-Wai-Kai, ein Teilstamm der Laich-kwil-tach, die Region. Das Nuyumbalees Cultural Centre in Cape Mudge Village bewahrt heute die kulturellen Schätze dieser Ureinwohner.
Für eine einzigartige Kombination können Reiselustige ihren Kanada-Aufenthalt mit einem Abstecher in die echte Karibik verbinden:
- Toronto und Aruba (5 Nächte Toronto & 7 Nächte Aruba)
- Toronto und Cancún (5 Nächte Toronto & 7 Nächte an Mexikos Karibikküste)
- Toronto und Barbados (mit inklusierten Ausflügen zu den Niagarafällen)
An der Atlantikküste Kanadas finden sich ebenfalls Karibik-Geheimtipps wie Charlottetown, oft als „Wiege Kanadas" bezeichnet, oder Lunenburg in Nova Scotia mit seinen farbenfrohen Holzhäusern und maritimem Flair – ein UNESCO-Welterbe.
Wer die Karibik mit authentischem kanadischem Wildniserlebnis verbinden möchte, sollte unbedingt die Inseln Neufundlands besuchen. Besonders Fogo Island sticht hervor als Symbol für kreativen Aufbruch in einer rauen Landschaft. Twillingate gilt hingegen als das "Tor zu Eisbergen und Walen" - ein faszinierender Kontrast zu den sonnenverwöhnten karibischen Inseln.
Obwohl das Klima deutlich kühler ist als in der typischen Karibik, verzaubert Kanadas Küstenregion mit ihrem eigenen Charme – eine perfekte Ergänzung oder Alternative für Reisende, die bereits die schönsten Karibikinseln kennen und nun neue Horizonte entdecken möchten.
Kuba

Versteckt unter dem Radar der meisten Reisenden liegen die verborgenen Schätze Kubas, die nur von wenigen Abenteuerlustigen entdeckt werden. Zu diesen gehört die Isla de la Juventud, die zweitgrößte Insel des kubanischen Archipels. Obwohl sie lediglich 100 Kilometer südlich des Hauptlandes liegt, verirren sich Touristen nur selten hierher. Dies liegt teilweise an der nicht ganz einfachen Anreise – entweder mit der Fähre vom Hafen Batabanó (drei Stunden Fahrt) oder alternativ per Flugzeug.
Die faszinierende Geschichte dieser Insel reicht weit zurück. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert diente sie als beliebter Unterschlupf für berühmte Piraten wie Francis Drake und Henry Morgan. Diese Verbindung zur Piratengeschichte soll den schottischen Autor Robert Louis Stevenson zu seinem Roman "Die Schatzinsel" inspiriert haben. Tatsächlich besteht der wahre Schatz der Insel jedoch aus ihrer beeindruckenden Natur – unberührten Stränden, Mangroven, Pinienwäldern und Marmorfelsen.
Südwestlich der Hauptstadt Nueva Gerona erheben sich die Marmorberge, die Wanderern spektakuläre Ausblicke bieten. Vor der Küste locken beliebte Tauch- und Schnorchelreviere wie Cabo Frances mit Schiffswracks, Unterwasserhöhlen und farbenprächtigen Korallen.
Ein weiteres karibisches Juwel ist das Jardines del Rey Archipel im Nordosten Kubas. Diese beeindruckende Inselgruppe besteht aus über 2.500 kleinen Inseln, den sogenannten Cayos. Besonders bekannt sind Cayo Coco mit seinen erstklassigen Resorts und der größten Flamingokolonie der Karibik sowie Cayo Guillermo mit der malerischen Playa Pilar.
Allerdings hat Kuba noch mehr verborgene Paradiese zu bieten:
- Baracoa: Die älteste Stadt Kubas, wo Christoph Kolumbus 1492 erstmals kubanischen Boden betrat und die für ihre köstliche Schokolade bekannt ist
- Cayo Saetía: Eine 42 km² große Insel mit unberührten Stränden und einem Naturschutzgebiet voller exotischer Tiere wie Zebras, Büffel und Antilopen
- Cienfuegos: Eine Stadt mit prächtigen Kolonialbauten und dem längsten Boulevard Kubas
Abseits der üblichen Touristenpfade verbirgt Kuba wahre Naturwunder wie den Gebirgssee Lago de Hanabanilla – der einzige Gebirgssee der Karibikinsel mit angenehmen Temperaturen zwischen 21 und 25 Grad Celsius. Ebenfalls beeindruckend ist der Nationalpark Desembarco del Granma mit dem größten marinen Terrassengebiet der Welt, dessen riesenhafte Felsstufen bis zu 360 Meter aus dem Wasser ragen.
Wer das authentische Kuba erleben möchte, sollte in einem "Casa Particular" übernachten und in "Paladares" essen – privaten Restaurants, die typisch kubanische Gerichte im Wohnzimmer der Gastgeber servieren.
Mexiko

An der Ostküste Mexikos erstreckt sich ein karibisches Paradies, das abseits der touristischen Hochburgen unberührte Landschaften und authentisches Leben bewahrt. Während die meisten Besucher Cancún und die Hotelzone kennen, verbergen sich die wahren Karibik Geheimtipps nur wenige Kilometer entfernt.
Die Isla Holbox ist ein solches verborgenes Juwel an der Nordostspitze Yucatáns. Diese autofreie Insel bietet kilometerlange unberührte Strände, türkisfarbenes Wasser und ein entspanntes Flair. Zwischen Juni und August kann man hier mit Walhaien schwimmen, während nachts ein faszinierendes Naturschauspiel wartet: biolumineszierendes Plankton, das bei jeder Bewegung im Wasser blau aufleuchtet.
Noch unentdeckter ist die Isla Blanca, nur 25 Kilometer nördlich von Cancún. Diese schmale Landzunge zwischen smaragdgrünem Meer und blauer Lagune beeindruckt mit verlassenen weißen Traumstränden. Allerdings plant die mexikanische Regierung hier in den nächsten 20-25 Jahren eine neue Touristenmetropole mit 24.600 Zimmern – ein Besuch lohnt sich daher bald.
Neben den Stränden begeistern besonders die mysteriösen Cenoten – natürliche Süßwasser-Pools mit kristallklarem Wasser. Die Grand Cenote liegt nur vier Kilometer westlich von Tulum und eignet sich perfekt für eine erfrischende Abkühlung.
Für Kulturinteressierte bietet Mexiko abseits der bekannten Maya-Stätte Chichén Itzá versteckte Alternativen:
- Uxmal auf der Halbinsel Yucatán mit detailreicher Architektur und gut erhaltenen Maya-Ruinen
- Ek Balam bei Valladolid, wo man noch auf eine Pyramide hinaufsteigen darf
- Tulum mit seiner spektakulären Lage direkt am türkisfarbenen Karibikstrand
Das authentische Mexiko erlebt man außerdem in kleinen Orten wie Puerto Morelos, einem charmanten Fischerdorf, das eine entspannte Alternative zu Cancún bietet und ein wunderschönes Korallenriff zum Schnorcheln und Tauchen beherbergt.
Besonders erwähnenswert ist die lokale Küche – tatsächlich findet man das beste Essen oft an kleinen Straßenständen. Probiere dich durch die leckeren Angebote aus Pasten, Salaten, Bohnen, Reis und natürlich – Tacos.
Die sonnenuntergangsverwöhnten Orte Sayulita und San Pancho an der Pazifikküste runden das Bild einer vielseitigen Destination ab, die zu den schönsten Karibikinseln gezählt werden kann – obwohl Mexiko natürlich kein Inselstaat, sondern Teil des nordamerikanischen Festlands ist.
St. Lucia

St. Lucia fasziniert mit einer einzigartigen Landschaft, in der die majestätischen Pitons – zwei kegelförmige Berggipfel – bereits aus der Ferne die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Diese knapp 750 Meter hohen erloschenen Vulkane im Südwesten der Insel bilden ein UNESCO-Weltnaturerbe und sind das prägende Wahrzeichen dieser karibischen Insel.
Für Naturliebhaber ist St. Lucia ein wahres Paradies. Beeindruckende 76 Quadratkilometer – etwa 77 Prozent der gesamten Inselfläche – sind von tropischem Regenwald bedeckt. Besonders rund um die beiden Pitons hat sich auf dem mineralreichen Vulkanboden eine erstaunliche Artenvielfalt entwickelt, die diese Insel zu einem der Karibik Geheimtipps macht.
Abseits der Touristenpfade warten verborgene Schätze:
- Der Anse Mamin Beach gilt als einer der ursprünglichsten und schönsten Strände der Insel, umrahmt von sattgrünen, bewaldeten Hängen und Kokospalmen
- Der Tet Paul Nature Trail bietet fantastische Ausblicke auf die beiden Pitons und wurde mit 4,7 von 5 Punkten bewertet
- Die Secret Beach und Donkey Beach Route nimmt nur etwa 1,5-2 Stunden in Anspruch und bietet die Möglichkeit, Wildtiere zu beobachten
Allerdings hat St. Lucia mehr zu bieten als nur traumhafte Strände. Die Diamond Falls Botanical Gardens verzaubern Besucher mit exotischen Pflanzen und einem beeindruckenden Wasserfall. Besonders außergewöhnlich sind die Sulphur Springs – der weltweit einzige "Drive-In-Vulkan", in dem es aus heißen Schlammlöchern brodelt und blubbert.
Wer authentisches Inselleben erleben möchte, sollte unbedingt den Castries Market besuchen oder in einem der lokalen Restaurants wie Marie's Fish Shack am Reduit Beach einkehren, wo frischer Thunfisch und Zackenbarsch serviert werden. Ein weiteres kulinarisches Highlight ist ein Cheese Bake – eine lokale Spezialität, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Tatsächlich gehört die Insel zu den kostspieligeren Reisezielen in der Karibik. Der durchschnittliche Reisende muss mit 150 bis 400 Euro pro Tag rechnen. Dennoch lohnt sich jeder ausgegebene Euro für diese "Perle der Karibik", die mit ihrer magischen Aura, den beeindruckenden Landschaften und der Lebensfreude der Einheimischen das Herz im Sturm erobert.
FAQs
Q1. Welche Karibikinseln eignen sich am besten für einen ruhigen Urlaub abseits des Massentourismus? Für einen entspannten Urlaub abseits der Touristenmassen empfehlen sich Inseln wie Barbuda, Long Island auf den Bahamas oder die Isla de la Juventud in Kuba. Diese Destinationen bieten unberührte Strände, authentisches Inselleben und weniger Touristen.
Q2. Wo finde ich die schönsten Strände in der Karibik? Einige der schönsten Strände der Karibik befinden sich auf Antigua (z.B. Half Moon Bay), den Bahamas (Pink Sands Beach), Barbados (Bottom Bay) und St. Lucia (Anse Mamin Beach). Diese Strände zeichnen sich durch weißen oder rosa Sand, kristallklares Wasser und eine atemberaubende Umgebung aus.
Q3. Welche Naturwunder sollte man in der Karibik unbedingt gesehen haben? Zu den beeindruckendsten Naturwundern der Karibik gehören die Pitons auf St. Lucia, die Blue Mountains auf Jamaika, die Cenoten in Mexiko und die biolumineszierenden Gewässer wie die Luminous Lagoon auf Jamaika oder das Plankton vor Isla Holbox in Mexiko.
Q4. Gibt es in der Karibik auch Möglichkeiten für Abenteuer und Aktivurlaub? Ja, die Karibik bietet vielfältige Möglichkeiten für Abenteuer und Aktivurlaub. Dazu gehören Wanderungen in den Blue Mountains Jamaikas, Tauchen in den Korallenriffen der Bahamas, Kajaktouren durch die Mangroven Kubas oder Walhai-Schwimmen vor Isla Holbox in Mexiko.
Q5. Welche kulturellen Erlebnisse kann man in der Karibik machen? Die Karibik bietet eine Fülle kultureller Erlebnisse. Dazu gehören der Besuch von Maya-Ruinen in Mexiko, die Erkundung der kolonialen Altstadt von Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, das Eintauchen in die Reggae-Kultur Jamaikas oder der Besuch lokaler Märkte wie dem Castries Market auf St. Lucia.